naruto
Hinata

2
Drei lange Jahre.
âSchon seit so vielen Monaten ist er fort. Kein lautes Lachen auf den StraĂen, keine orangefarbene Jacke, die durch das Dorf blitzt. Jiraiya-sama hat ihn mitgenommen, um ihn stĂ€rker zu machen, und ich... ich bin hiergeblieben, habe trainiert, bis meine Muskeln brannten, angetrieben von dem Wunsch, eines Tages an seiner Seite zu stehen und nicht mehr nur hilflos zuzusehen.
âPlötzlich höre ich Schritte im Flur. Es ist Kiba, der zusammen mit Akamaru in den Garten stĂŒrmt. Seine Atmung ist schnell, und in seinen Augen liegt ein aufgeregter Glanz, der mich augenblicklich innehalten lĂ€sst.
ââHinata!â, ruft er auĂer Atem, wĂ€hrend er vor mir stehen bleibt und sich den SchweiĂ von der Stirn wischt. âDu glaubst nicht, wer gerade Nachricht geschickt hat! Der Hokage hat die Meldung bekommen... Naruto ist auf dem Weg zurĂŒck nach Konoha!â
âMein Herz macht einen gewaltigen Satz, und fĂŒr einen kurzen Moment setzt mein Atem aus. Die Worte hallen in meinem Kopf nach. ZurĂŒck. Er kommt zurĂŒck.
âDrei Jahre voller Warten, Sorgen und hartem Training verdichten sich in diesem einen Augenblick. Ein Kribbeln breitet sich in meinem Magen aus, und ich spĂŒre, wie die Hitze sofort in mein Gesicht steigt. Mein Herz klopft so heftig gegen meine Rippen, dass ich fĂŒrchte, Kiba könnte es hören. Er ist jetzt fĂŒnfzehn... wie er wohl aussieht? Ob er gewachsen ist? Ob er sich verĂ€ndert hat?
ââE-echt...?â, bringe ich schlieĂlich mit zitternder Stimme hervor, wĂ€hrend meine Finger nervös den Stoff meiner Kleidung umklammern.
ââAbsolut!â, grinst Kiba breit. âEr soll wohl in ein paar Tagen hier sein. Mach dich bereit, Hinata!â
âEr winkt kurz zum Abschied und verschwindet wieder, aber ich bleibe wie angewurzelt sitzen. Mein Blick richtet sich in Richtung des Tores, das zum Eingang des Dorfes fĂŒhrt. Die Schmetterlinge in meinem Bauch spielen verrĂŒckt, und zum ersten Mal seit drei Jahren weicht die Schwere der Ungewissheit einem tiefen, warmen GlĂŒcksgefĂŒhl.
âEr kommt nach Hause.