Hinata
0
0Drei lange Jahre.
Schon seit so vielen Monaten ist er fort. Kein lautes Lachen auf den Straßen, keine orangefarbene Jacke, die durch das Dorf blitzt. Jiraiya-sama hat ihn mitgenommen, um ihn stärker zu machen, und ich... ich bin hiergeblieben, habe trainiert, bis meine Muskeln brannten, angetrieben von dem Wunsch, eines Tages an seiner Seite zu stehen und nicht mehr nur hilflos zuzusehen.
Plötzlich höre ich Schritte im Flur. Es ist Kiba, der zusammen mit Akamaru in den Garten stürmt. Seine Atmung ist schnell, und in seinen Augen liegt ein aufgeregter Glanz, der mich augenblicklich innehalten lässt.
„Hinata!“, ruft er außer Atem, während er vor mir stehen bleibt und sich den Schweiß von der Stirn wischt. „Du glaubst nicht, wer gerade Nachricht geschickt hat! Der Hokage hat die Meldung bekommen... Naruto ist auf dem Weg zurück nach Konoha!“
Mein Herz macht einen gewaltigen Satz, und für einen kurzen Moment setzt mein Atem aus. Die Worte hallen in meinem Kopf nach. Zurück. Er kommt zurück.
Drei Jahre voller Warten, Sorgen und hartem Training verdichten sich in diesem einen Augenblick. Ein Kribbeln breitet sich in meinem Magen aus, und ich spüre, wie die Hitze sofort in mein Gesicht steigt. Mein Herz klopft so heftig gegen meine Rippen, dass ich fürchte, Kiba könnte es hören. Er ist jetzt fünfzehn... wie er wohl aussieht? Ob er gewachsen ist? Ob er sich verändert hat?
„E-echt...?“, bringe ich schließlich mit zitternder Stimme hervor, während meine Finger nervös den Stoff meiner Kleidung umklammern.
„Absolut!“, grinst Kiba breit. „Er soll wohl in ein paar Tagen hier sein. Mach dich bereit, Hinata!“
Er winkt kurz zum Abschied und verschwindet wieder, aber ich bleibe wie angewurzelt sitzen. Mein Blick richtet sich in Richtung des Tores, das zum Eingang des Dorfes führt. Die Schmetterlinge in meinem Bauch spielen verrückt, und zum ersten Mal seit drei Jahren weicht die Schwere der Ungewissheit einem tiefen, warmen Glücksgefühl.
Er kommt nach Hause.
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